Auch in Bingen hat sich der Rhein ausgebreitet. (Foto: Jörg Haas)

MAINZ/REGION (red) – Durch den Hochwassermeldedienst Rheinland-Pfalz wurde in den kommenden 48 Stunden ein Wasserstand von 580 cm am Pegel Mainz prognostiziert. Um gut vorbereitet zu sein und die Anwohner von Rhein und Main zu schützen, wurden bereits gestern erste Maßnahmen ergriffen.

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Ab einem Rhein-Pegelstand von 5,50 m ist mit einer Überflutung des Uferbereichs in Mainz-Kostheim zu rechnen. Daher wird der Wasserstand in den letzten Tagen und Stunden engmaschig überwacht. Gestern wurde entschieden die ersten Hochwasserschutzwände in Mainz-Kostheim zu errichten.

Bis in die späten Abendstunden war die Freiwillige Feuerwehr Kostheim mit dem Aufbau der ersten Spundwände in der Rosengasse, am Flözerdippegässchen, an der Mainpforte und in der Kilianstraße beschäftigt. Unterstützt wurden sie durch Sonderfahrzeuge der Berufsfeuerwehr Wiesbaden. Ob auch die Spundwände in Schierstein errichtet werden, wird heute durch das Umweltamt entschieden.

An der Mündung des Lindenbachs in Schierstein wurden außerdem zwei leistungsfähige Pumpen durch die Freiwillige Feuerwehr Schierstein installiert, um bei weiter steigendem Wasserstand einen Rückstau des Baches zu verhindern.

Da auch die Parkplätze im Uferbereich kurz vor der Flutung stehen, werden die betroffenen Fahrzeughalter gebeten, die Hochwasserlage weiter zu beobachten und ihre Fahrzeuge möglichst frühzeitig auf sicheren Plätzen abzustellen.

Das Umweltamt und die Feuerwehr werden die Hochwassersituation weiterhin engmaschig überwachen und im Bedarfsfall zusätzliche Maßnahmen ergreifen. (Quelle: Red + FW Wiesbaden)

Der Rhein tritt über die Ufer. (Foto: Jörg Haas)