VG-Bürgermeister Ralph Bothe, Ortsbürgermeister Kevin Zakostelny und WFG-Geschäftsführer Klaus Krämer sind sich einig, wie der kommunale Kostenanteil für Planung und Bau der barrierefreien Bahnhofsüberführung in Monsheim aufgeteilt werden soll, um das Vorhaben schnellstmöglich umsetzen zu können. Fotoquelle: Verbandsgemeinde Monsheim
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MONSHEIM (jk)- Bereits Ende der 1990er Jahre hatten Orts- und Verbandsgemeinde Monsheim gemeinsam mit der Landesregierung im Rahmen des Modellprojekts „Umweltbahnhof Monsheim“ auf einen barrierefreien Übergang vom Hausbahnsteig zum Mittelbahnsteig gedrängt. Damals allerdings letztlich ohne Erfolg.

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Durch die Aufsplitterung der ehemaligen Deutschen Bundesbahn in zahlreiche Teilunternehmen kam das Vorhaben seinerzeit nicht zustande.

Seither wurden immer wieder Gespräche geführt und Ortstermine anberaumt, um diesen wichtigen Schritt zur Aufwertung des Monsheimer Bahnhofs zu erreichen und die Attraktivität des Öffentlichen Personennahverkehrs auch im Hinblick auf die angestrebte „Verkehrswende“ zu verbessern.

Im vergangenen Jahr gelang dann endlich der Durchbruch: Als einer von nur 50 Bahnhöfen konnte die Station in Monsheim in das Bundesprogramm „Förderinitiative zur Attraktivitätssteigerung und Barrierefreiheit von Bahnhöfen“ (FABB2) aufgenommen werden. Der Bund stellt mit „FABB2“ in den Jahren 2019 bis 2026 insgesamt 140 Mio. Euro zur Verfügung. Die jeweiligen Bundesländer haben sich verpflichtet, eine Ko-Finanzierung in gleicher Höhe zu leisten und somit die regionalen Projekte abzusichern.

Für Monsheim bedeutet dies konkret, dass für die Planung und den Bau der neuen Personenüberführung vom Hausbahnsteig zum Mittelbahnsteig mit Aufzügen und Treppen sämtliche Kosten durch den Bund und das Land übernommen werden; der sonst übliche Gemeindeanteil in Höhe von 15 % der Bau- und 100 % der Planungskosten also komplett entfällt.

Diesen Anteil muss die kommunale Seite jedoch für die weiteren Bauabschnitte, nämlich die Verlängerung der Überführung in Richtung Gewerbegebiet, die Rampe zur barrierefreien Anbindung des Gewerbegebiets und den Rückbau der alten Personenunterführung leisten. Aber immerhin gewährt das Land auch für diese Maßnahmen einen Baukostenzuschuss in Höhe von 85 % aus Mitteln des Landes-Verkehrsfinanzierungsgesetzes Kommunal (LVFG Kom).

Nach der Zustimmung des Verbandsgemeinderates konnte VG-Bürgermeister Ralph Bothe nun gemeinsam mit dem Verbandsvorsteher des Zweckverbandes Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd, Dr. Fritz Bechtel, sowie den Vertretern der DB Station & Service, Regionalbereich Mitte, die entsprechende Planungsvereinbarung unterzeichnen. Danach wird jetzt die konkrete Planung für das Bauwerk in Auftrag gegeben.

Sobald die verschiedenen Planungsvarianten vorliegen, entscheiden die Projektbeteiligten darüber, wie die Anbindung des Gewerbegebietes an die Ortslage und den Mittelbahnsteig konkret erfolgen soll. Einigkeit besteht intern bereits über die Aufteilung des kommunalen Kostenanteils in Höhe von rund 921.000 Euro (nach heutigem Stand) bis zur geplanten Fertigstellung im Jahr 2026.

In einer Vereinbarung zur Kostenübernahme soll festgelegt werden, dass sich die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Südlicher Wonnegau mbh (WFG) mit einem Festbetrag von 500.000 Euro beteiligt, während die Ortsgemeinde rund 295.000 Euro übernimmt und die VG einen Anteil von etwa 127.000 Euro trägt. Während Orts- und Verbandsgemeinderat der Kostenaufteilung bereits zugestimmt haben, wird der Aufsichtsrat der WFG erst im Sommer darüber abstimmen. Die Zustimmung gilt jedoch als sicher, da die WFG als Eigentümerin der Straßen und Wege im Gewerbegebiet großes Interesse an der barrierefreien Bahn- und Ortsanbindung hat.

Sowohl Ortsbürgermeister Kevin Zakostelny, als auch sein Vorgänger und VG-Beigeordneter Michael Röhrenbeck lobten das Verhandlungsergebnis als einen Meilenstein für die Entwicklung der Gemeinde und angesichts der enorme Zuschüsse in mehrfacher Millionenhöhe als einen „Sechser im Lotto“ für Monsheim und die VG.

Mit Spannung erwarten alle Beteiligten nun die Ergebnisse der Entwurfsplanung, die bis Jahresende vorgelegt werden sollen.

Quelle: Verbandsgemeinde Monsheim

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