Im kommenden Jahr 2021 wird in Worms die Abholung von Gelben Säcken auf Gelbe Tonnen umgestellt. (Foto: Stadtverwaltung Worms)
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Worms (sm)- Im kommenden Jahr 2021 wird in Worms die Abholung von Gelben Säcken auf Gelbe Tonnen umgestellt.

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Abholung im zwei-Wochen-Rhythmus
Voraussichtlich ab Mitte Januar bis Ende Februar werden die Gelben Tonnen von der Firma Remondis GmbH im Stadtgebiet ausgeliefert und können dann direkt genutzt werden.

Die neuen Behälter gibt es mit 120 Liter und 240 Liter Inhalt sowie als Großraumcontainer mit einem Volumen von 1.100 Litern. Die jeweilige Größe kann nicht frei gewählt werden, diese wird vom zuständigen Unternehmen Remondis GmbH anhand der Anzahl der unter der Adresse gemeldeten Personen ermittelt. So erhalten Haushalte mit maximal vier Bewohnern eine 120-Liter-Tonne und Haushalte mit fünf bis maximal acht Personen eine 240-Liter-Tonne. Den 1.100-Liter-Container gibt es für je 25 Bewohner. Bei einer Bewohnerzahl zwischen acht und 25 Personen gibt es entsprechend mehrere Tonnen.

Die Gelben Säcke werden ab dem 1. Januar 2021 alle 14 Tage abgeholt. Statt im vier-Wochen-Rhythmus werden die Touren nun im zwei-Wochen-Rhythmus abgefahren – zunächst noch zur Abholung der Gelben Säcke, später dann zur Leerung der Gelben Tonne.

Was bleibt gleich?
Auch wenn es hier immer wieder Missverständnisse gibt: Die ebwo AöR ist in diesem Bereich nicht zuständig für die Abholung – auch nicht als Auftraggeber.

Die Wertstoffsammlung wird durch ein privates Entsorgungsunternehmen im Auftrag der Systembetreiber des Dualen Systems Deutschland durchgeführt. Seit dem 01.01.2019 ist die Firma Remondis GmbH hierfür zuständig. Diese Zuständigkeit ändert sich auch durch die Umstellung von Gelben Säcken auf die Gelbe Tonne nicht.

Auch die Finanzierung erfolgt unabhängig von den allgemeinen Müllgebühren. Wormser Bürger zahlen keine Gebühren für die Abholung der Gelben Tonne, auch nicht an die ebwo AöR. Stattdessen zahlt jeder Kunde beim Kauf eines verpackten Produkts automatisch einen Anteil für Rücknahme und Verwertung der Verpackung an das Duale System.

Bei Fragen zur Gelben Tonne sowie bei Problemen bei der Abholung der Gelben Säcke bzw. Leerung der Gelben Tonne stehen die Mitarbeiter der Firma Remondis GmbH gerne zur Verfügung unter der kostenlosen Service-Nummer (0 80 0) 1 22 32 55 oder per E-Mail an service.gundersheim@remondis.de.

Sollten die örtlichen Gegebenheiten das Aufstellen einer weiteren Tonne unmöglich machen (wenn also schlichtweg der Platz für eine weitere Tonne nicht vorhanden ist), kann bei der ebwo AöR eine Beibehaltung der Sacksammlung beantragt werden. Das entsprechende Antragsformular, das vom Hauseigentümer ausgefüllt werden muss, ist auf der Internetseite der ebwo AöR zu finden bzw. kann auf Anfrage zugeschickt werden. Nach Eingang des Antrags wird geprüft, ob tatsächlich an dieser Adresse keine weitere Tonne aufgestellt werden kann. In diesem Fall kann die Sammlung und Abholung der Wertstoffe weiterhin in Säcken erfolgen. Dies ist jedoch nur in Ausnahmenfällen möglich. Ohne hinreichenden Grund kann das Aufstellen der Gelben Tonne nicht abgelehnt werden.

Was darf in die Gelbe Tonne?
Auch nach der Umstellung gilt weiterhin: Es handelt sich um eine reine Sammlung von Verpackungsabfällen! Was keine Verpackung war, gehört nicht in den Gelben Sack und auch nicht in die Gelbe Tonne.

Auch in den neuen Gelben Tonnen werden ausschließlich Verkaufs- und Serviceverpackungen gesammelt, genauer gesagt Leichtverpackungen aus Kunststoff, Alu, Weißblech oder Verbundmaterialien wie Getränkekartons.

Das heißt konkret: Milchtüte, Joghurtbecher, Konservendose: Ja;

Zahnbürste, Kinderschaufel und Rührschüssel: Nein!

Es spielt keine Rolle, dass die zuletzt genannten Gegenstände ebenfalls aus Kunststoff sind. Diese gehören nicht in den Gelben Sack und nicht in die Gelbe Tonne.

Um einer Zunahme von Fehlwürfen vorzubeugen, kontrollieren die Mitarbeiter der Remondis GmbH die korrekte Befüllung der Gelben Tonnen in den Monaten nach der Aufstellung. Ist der Müllbehälter falsch befüllt und wird deshalb nicht geleert, bleibt als Lösung nur das sehr unangenehme Nachsortieren oder eine gebührenpflichtige Sonderleerung als Restabfall. Die Sonderleerung muss vom Hauseigentümer über die ebwo AöR beantragt werden. Anlaufstelle hierfür ist die Abfallberatung, Telefon (0 62 41) 9 10 0 -70 oder -72 oder per E-Mail an abfallberatung@ebwo.de.

Eigentümer eines Mehrfamilienhauses sollten ihre Mieter im Vorfeld auf die Notwendigkeit einer korrekten Mülltrennung und die andernfalls entstehenden zusätzlichen Kosten hinweisen.

Auf der Internetseite der Aufklärungskampagne der Dualen Systeme www.muelltrennung-wirkt.de sind Informationsmaterialien in verschiedenen Sprachen zum kostenlosen Download zu finden. Auch die Abfallberatung der ebwo AöR beantwortet gerne alle Fragen zur korrekten Mülltrennung.

Schon gewusst?
Deutschland ist Europameister im Produzieren von Verpackungsabfällen. Dem Umweltbundesamt (UBA) zufolge fielen im Jahr 2018 in Deutschland 18,9 Millionen Tonnen Verpackungsmüll an. Umgerechnet auf die Anzahl der Einwohner in Deutschland ergibt das einen Wert von etwa 227,5 Kilogramm pro Kopf. In Privathaushalten stieg die durchschnittliche Pro-Kopf-Menge an Verpackungen seit 2010 um über 20 Prozent.

Gleichzeitig wird immer noch gerade im Bereich der Kunststoffverpackungen nur ein geringer Anteil der Verpackungen sinnvoll recycelt. Warum also nicht den Wechsel zum Anlass nehmen und das eigene Kaufverhalten überdenken? In den Abfalltipps auf www.ebwo.de gibt es zahlreiche hilfreiche Tipps zur Abfallvermeidung – nicht nur im Bereich von Verpackungen.

(Quelle: Stadtverwaltung Worms)

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