Bild: DSB

Berlin (as) -1200 Schausteller-LKWs mit ca. 4000 Schaustellern demonstrierten vor 3 Tagen in Berlin.
“Es war gigantisch – die Polizei war derart souverän und freundlich, ich habe jetzt noch Gänsehaut” zeigt sich Marco Sotille, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Mainzer Schausteller und Marktbeschicker, auch 2 Tage nach der Demo noch hoch erfreut.

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Mit einem großen Corso fuhren die Schausteller dann zum Brandenburger Tor. Grund der Demo ist der anhaltende Lockdown und die fehlende staatliche Unterstützung.
“7 Monate Berufsverbot gehen nun mal nicht spurlos an unserem Gewerbe vorbei, Spahn meinte wohl Volksfeste seien verzichtbar, aber Nein, das sind sie nicht. Kirchweihe (Kerwe) sind unverzichtbare Bestandteile unserer Kultur” erklärt Sotille im Gespräch mit  Rheinhessen-News

Der Präsident des Deutschen Schaustellerbundes, Albert Ritter mahnte die Bundesegierung in seiner Rede vor dem Brandenburger Tor an, dass Schwimmbäder mittlerweile öffnen, im Ausland der Normalzustand einkehrt, und für die Schaustellerbetriebe in Deutschland faktisch weiterhin Berufsverbot verhängt wird, ohne irgendwelche Hilfe zu erhalten, dies könne so nicht weiter gehen.

“Berlin wird nicht die einzige Großstadt bleiben bei der wir auf uns aufmerksam machen” betont Sotille “am Donnerstag, 9. Juli 2020 wird auf dem Münchner Odeonsplatz eine große Versammlung statt finden”