Fotoquelle: Stadtverwaltung Mainz
Anzeige

MAINZ (jk)- Die Freiwilligen Feuerwehren sind wichtiger Bestandteil des Brand- und Katastrophenschutzkonzeptes der Landeshauptstadt Mainz. Gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr sorgen rund 400 ehrenamtliche Einsatzkräfte dafür, dass die Mainzer Bevölkerung sicher und beruhigt schlafen kann.

Anzeige

Die Stadtteile Bretzenheim, Drais, Ebersheim, Finthen, Gonsenheim, Hechtsheim, Laubenheim, Marienborn, Mombach, Stadt-Mitte und Weisenau verfügen jeweils über ein Gerätehaus für die Einheiten der freiwilligen Feuerwehren. Die Gerätehäuser in den Stadtteilen Bretzenheim, Drais, Finthen, Gonsenheim, Hechtsheim, Marienborn und Weisenau sollen in den nächsten Jahren modernisiert bzw. neu gebaut werden, in manchen Stadtteilen (bspw. Laubenheim) sind die Arbeiten bereits im Gange. Für das Modernisierungsvorhaben wurden von der Gebäudewirtschaft Mainz (GWM) gemeinsam mit der Feuerwehr Mainz Zustandsdiagnosen und Machbarkeitsstudien für die jeweiligen Gebäude erstellt.

Im Rahmen eines Pressetermins informierten Oberbürgermeister und Brandschutzdezernent Michael Ebling, Gilbert Korte, Werkleiter der Gebäudewirtschaft Mainz, und Martin Spehr, Leiter der Feuerwehr Mainz, über die Modernisierungspläne der Gerätehäuser sowie die geplanten Baumaßnahmen am Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Ebersheim. Ziel der Baumaßnahmen ist die Anpassung der Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr Ebersheim an die Vorgaben der DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V.) und an den Stand der Technik gemäß der allgemeingültigen DIN-Normen.

„Mit der Modernisierung der Gerätehäuser unserer Freiwilligen Feuerwehren setzen wir ein starkes Zeichen für die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger. Mit modernerer Infrastruktur sichern wir den Erhalt unserer freiwilligen Feuerwehren und machen sie gleichzeitig für die Jugend attraktiv. Ich danke auch dem Land für die Förderung dieser Baumaßnahmen“, erklärte Oberbürgermeister Michael Ebling beim Spatenstich in Ebersheim.

Gilbert Korte von der GWM ergänzt: „Wir freuen uns, dieses Projekt in Ebersheim umsetzen zu dürfen und somit zur Sicherungen der städtischen Infrastruktur beizutragen. Unsere erfahrungsgemäß gute Zusammenarbeit lässt mich hoffen, dass die Modernisierung wie geplant voranschreitet.“

Auch Martin Spehr, Leiter der Feuerwehr der Stadt, freut sich auf die modernisierte Infrastruktur: „Wir modernisieren in Ebersheim einen integralen Bestandteil unserer Feuerwehr-Infrastruktur und erhöhen die Funktionalität, um unsere Bürgerinnen und Bürger noch besser schützen zu können. Durch den Umbau im laufenden Betrieb, bleibt die freiwillige Feuerwehr Ebersheim auch während der Modernisierungsphase einsatzfähig.“

Baubeginn der Maßnahmen in Ebersheim war Ende April, zuerst wurde der Oberboden abgetragen, dann konnte die übliche Kampfmittelortung erfolgen. Die nächsten Schritte sehen den Aushub für die Bodenplatte vor, danach kann der Baukran gestellt werden. Der Bestandsbau wird an zwei Seiten von einem Anbau umfasst. Der linke Teil wird die Alarmumkleide mit der direkten und barrierefreien Wegführung vom Parkplatz über Alarmeingang zu den Umkleiden und den Einsatzfahrzeugen beherbergen. Im hinteren Teil werden der Jugendraum und weiter Lager- und Technikräume untergebracht sein.

Die GWM (Gebäudewirtschaft Mainz) betreut gemeinsam mit der Projektgruppe Feuerwehrbauten der Feuerwehr Mainz die Baumaßnahmen. Die Wehr wird im laufenden Betrieb umgebaut, um die Wehr auch in der Umbauphase nutzen zu können, wird das Projekt in Bauabschnitte untergliedert. Daraus ergibt sich eine Umbauzeit von ca. 12 Monaten.

Die geplanten Kosten der Modernisierung belaufen sich auf 1.360.000 EUR, die Umbaumaßnahmen werden ebenfalls durch das Land Rheinland-Pfalz gefördert.

Die Umbaumaßnahmen im Überblick:

– Schaffung einer Schwarz-Weiß-Umkleide getrennt nach Geschlechtern
– Räumlichkeiten für die Jugendfeuerwehr
– Lager für Einsatzmittel, Ersatzbekleidung und einen Technikraum
– Notstromeinspeisung über Notstromaggregate zur Sicherstellung der Einsatzfähigkeit im
Krisenfall. Dieses bedingt einen tiefgreifenden Eingriff in die vorhandene Elektroinstallation.
Bei längerfristigen Stromausfall dienen Gerätehäuser als Anlaufpunkt der Bevölkerung und
anderen Behörden.
– Sicherung der Gebäudehülle durch einheitliches Schließsystem mit Freischalteinrichtung, einer
Alarmanlage zur Sicherung der Einrichtung und Diebstahlschutz sowie einer Zaunanlage
– Schaffung einer behindertengerechten WC-Anlage im Rahmen der vom Bundesministerium für
Arbeit und Soziales geforderten Inklusion und Teilhabe
– Schaffung eines barrierefreien Alarmeingangs
– Einbau einer Brandmeldeanlage
– Schaffung eines Infopoints für Alarmdrucker und einen LAN-Anschluss als Anbindung an das
innerstädtische Netzwerk
– Elektrisch öffnende und schließende Tore
– Beseitigung diverser baulicher Mängel
– Stiefelwaschanlage im Zugangsbereich der Umkleiden
– Einbau einer Rauchwärmeabzugsanlage (RWA) zur Sicherstellung der Standfestigkeit der Halle
im Brandfall
– Erneuerung des Bodens in der Fahrzeughalle
– Schaffung eines zweiten Rettungsweges aus dem Schulungsraum

Quelle: Stadtverwaltung Mainz

Anzeigen

weitere Anzeigen

weitere Anzeigen

weitere Anzeigen

weitere Anzeigen

Anzeigen