Foto: VG Wörrstadt

WÖRRSTADT (bs/wö) – Wie eine in die zugefrorene Mühlbachaue eingebrochene Person gerettet werden kann, hat die Feuerwehreinheit Saulheim geübt. Denn auch wenn das Betreten der zugefrorenen Flächen nicht gestattet ist, muss die Feuerwehr für den Ernstfall bestmöglich vorbereitet sein. Schließlich zählt dann jede Minute.

So galt es im Rahmen der Übung, eine eingebrochene Person, dargestellt von einem Kameraden in einem Überlebensanzug, schnell in Sicherheit zu bringen. Die Rettung wurde dreimal mit unterschiedlichen Techniken durchgeführt.

Wenn nicht klar ist, ob das Eis trägt, muss die Rettung der eingebrochenen Person mittels Leitern erfolgen, auf denen sich die gesicherten Einsatzkräfte vorsichtig bis zur Einbruchstelle bewegen. Dort angekommen, wird die eingebrochene Person mithilfe einer Leiter aus dem Wasser gezogen und auf dieser anschließend in Sicherheit gebracht.

Während diese übliche Vorgehensweise von jeder Feuerwehreinheit in der Verbandsgemeinde Wörrstadt angewendet werden kann, konnte die Feuerwehreinheit Saulheim dank einer Beschaffung von drei Überlebensanzügen durch den Förderverein noch weitere Rettungsmethoden beüben. Mit den Anzügen können sich die Einsatzkräfte auch vorsichtig gehend zur Einsatzstelle bewegen und den Verletzten bei einer so genannten Crashrettung direkt aus dem Wasser ziehen. Möglich ist auch die Rettung mittels Schleifkorbtrage, mit der der Eingebrochene aus dem Wasser befreit und anschließend in Sicherheit gebracht werden kann.

„Die Übung hat verdeutlicht, dass unsere Feuerwehr bestens vorbereitet ist, um in kritischen Situationen schnell und sicher zu handeln. Dennoch appellieren wir an die Bevölkerung, Eisflächen grundsätzlich nicht zu betreten, da von diesen eine erhebliche Gefahr ausgehen kann“, betont Bürgermeister Markus Conrad.

Für ebendiese Gefahren wurden auch die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Saulheim sensibilisiert, die der Übung beiwohnten. (Quelle: Verbandsgemeinde Wörrstadt)