So soll das neue Logistikzentrum von TST im Gewerbegebiet „Monsheim-Ost“ in etwa einem Jahr aussehen. Mindestens 100 neue Arbeitsplätze sollen hier entstehen. Fotoquelle: Verbandsgemeinde Monsheim
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MONSHEIM / WORMS (jk)– Ein internationaler Pharma- und Medizintechnikkonzern macht Monsheim zu einem der weltweit modernsten Standorte in seinem Logistiknetzwerk.

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Erster Spatenstich für den Neubau im Gewerbegebiet Monsheim-Ost, der mehr als 33.000 Quadratmeter Lagerfläche umfasst, soll noch im Januar sein. Entwicklungs- und Dienstleistungspartner für das Unternehmen ist der Wormser Logistiker TST.

Nach ersten gemeinsamen Projekten, die TST bereits in den vergangenen Jahren für den Konzern übernommen hatte, weitet das global tätige Unternehmen seine Zusammenarbeit mit dem Logistiker deutlich aus. Ging es zum Start der Partnerschaft vor zwei Jahren um die Lagerung und europaweite Distribution von Pharmaprodukten, werden in Monsheim zukünftig außerdem medizintechnische Geräte gelagert und vormontiert.

„Wir freuen uns sehr auf dieses weitere gemeinsame Projekt“, sagt Frank Schmidt, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der TST-Gruppe. „Mit Konzeption und Bau des Logistikzentrums tragen wir den hohen Produktanforderungen und Nachhaltigkeitszielen unseres Kunden Rechnung.“

So soll die TST-Immobilie im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Intralogistik zum Vorzeigeprojekt des Pharma- und Medizintechnikunternehmens werden. Bis 2030 will der Konzern seine globalen Standorte nur noch mit erneuerbaren Energien betreiben. „Monsheim wird eines der modernsten, umweltfreundlichsten und nachhaltigsten Bauvorhaben, das wir je in die Welt gesetzt haben“, kommentiert Schmidt das Projekt, das TST mit eigenen Architekten und Projektentwicklern realisiert.

Deutlich wird dies bei einem Blick in die Bauplanung: Verwendet werden für den Gebäudekomplex, der aus vier Hallenschiffen besteht, CO2-arme Baumaterialien und recyclebare Stoffe. Hallendach und -fassade sollen eine exzellente Dämmung gewährleisten, energieeffiziente Verglasung für natürliche Beleuchtung und gutes Klima sorgen. Zur Beheizung der Büros und Hallen ist eine Wärmepumpenanlage mit natürlichem Kältemitteeinsatz (Propan) in Planung, zur Stromgewinnung eine PV-Anlage sowie die Nutzung von Windenergie. Verbaut werden außerdem Ladesäulen für E-Fahrzeuge. Im Außenbereich stellen Sickermulden für die Rückversorgung des Grundwassers und eine umfangreiche Begrünung der Außenanlage den Schutz der Natur sicher.

„Wir streben eine Zertifizierung des Standortes nach DGNB-Platin an“, erläutert Schmidt mit Hinweis auf die höchste Auszeichnungsstufe der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen.

Auch logistisch setzt TST mit dem Projekt Maßstäbe. So integriert der Standort neben Lagerkapazitäten ein Vormontage-Center über zwei Ebenen (EG und Mezzanine), ein Klein- und Ersatzteilelager, eine Packstation sowie 1.000 Quadratmeter Büro- und Sozialfläche. Drei Hallenschiffe sind als Luftfrachtsicherheitsbereich zertifiziert, um das Handling von Produkten, die per Luftfracht versendet werden, beschleunigen zu können.

„Wir sind außerordentlich stolz, mit TST ein hochmodernes und nachhaltiges Logistikzentrum von internationaler Bedeutung in Monsheim ansiedeln zu können. Das dies noch dazu unter durchaus schwierigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen geschieht, verdeutlicht die hohe Attraktivität des Standorts“, unterstrichen VG-Bürgermeister Ralph Bothe und Ortsbürgermeister Kevin Zakostelny bei der Vorstellung des Projekts im „Eindruckwerk“ Monsheim.

Rund 100 Arbeitsplätze werden mit dem Bau des Logistikzentrums geschaffen, das voraussichtlich bis Ende 2023 fertiggestellt sein wird. Das Investitionsvolumen liegt bei rund 55 Millionen Euro.

Das Gewerbegebiet Monsheim-Ost hatten die Ortsgemeinden Flörsheim-Dalsheim, Monsheim und Offstein im Jahr 2017 auf Initiative der VG gemeinsam ausgewiesen, um renommierten Investoren einen besonders attraktiven Standort bieten zu können und zusätzliche Arbeitsplätze für die Region zu generieren.

Quelle: Verbandsgemeinde Monsheim