Das "Mainzgefühl" in Köln auf Tour. (Foto: Tourismusfonds Mainz)

MAINZ (red) – In Zeiten von Shitstorms, Hassparolen, Abgrenzung und einsamen Smartphone-Starrern hat sich die Stadt Mainz zur Aufgabe gemacht, mit ihrer positiven Lebensart ein Zeichen für Offenheit, Herzlichkeit und Geselligkeit zu setzen.

Anzeige

Die Aktion „mainzgefühl“ der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt zaubert ein Lächeln auf viele Gesichter und schafft gesellige, aufgeschlossene Momente – „Lovestorms“ in Social Media und herzliche Flashmob-Aktionen in diversen deutschen Städten helfen, die

Mainzer Mission – wortwörtlich – auf die Straße zu bringen.

Was ist das mainzgefühl?

Die 2018 vom Tourismusfonds Mainz e. V. initiierte Aktion „mainzgefühl“ wurde 2019 fortgesetzt. Sie nutzte nun die Ergebnisse des stadtweiten Workshops und der Umfrage des vergangenen Jahres, bei dem sich die MainzerInnen das Bewusstsein über ihr Stadtgefühl erarbeiteten.

Während gesamtgesellschaftlich ein Trend zu Negativität zu sehen ist, verbreitet das Mainzer Lebensgefühl Positivität. Aufgeschlossenheit gegenüber anderen und herzliches Miteinander wird von den Mainzer- Innen gelebt. Sie gehen mit gutem Beispiel voran und zeigen, dass es auch anders geht.

Auf Basis des von Offenheit, Herzlichkeit und Geselligkeit geprägten „mainzgefühls“ starteten die MainzerInnen im Jahr 2019 diverse Aktionen, um diese Werte in Deutschland zu stärken.

Unerwartete Lovestorms

Neben Aktivitäten im „echten Leben“, die ein Miteinander und Aufgeschlossenheit demonstrieren, war die Landeshauptstadt Mainz
in den Social Media-Kanälen Instagram und Facebook mit ihren „Lovestorms“ aktiv. Das Pro l „mainzgefuehl“ kommentiert
diverse private Postings wie auch allgemeine, gesellschaftliche Themen und Neuigkeiten aus ganz Deutschland auf herzliche Art.
Ob Komplimente, nette, aufgeschlossene Fragen oder positive Kom- mentare, der Kanal „mainzgefuehl“ mischt sich – entgegen des negativen Trends zu Shitstorms – lebensfroh ein. So bereitet das „mainzgefühl“ Menschen einen schönen Tag und bösen Worten wird der Wind aus den Segeln genommen.

Um internetgerecht auch bildhaft kommentieren zu können, wurde ein Bildpool mit animierten GIFs für WhatsApp, Instagram, Facebook und Co. angelegt. Fast 4 Millionen GIF-Nutzungen mit herzlichen Sprüchen und Bildern zeugen von großem Anklang. Ständig werden unter dem Suchbe- griff „mainzgefühl“ GIFs für alle nutzbar ergänzt, um schnell und einfach Komplimente und Herzlichkeiten auszutauschen. Eine Übersicht der GIFs be ndet sich unter giphy.com/mainzgefuehl

Auch wenn viele Interaktionen heutzutage online passieren, setzten die MainzerInnen auch auf Online-Begegnungen.

Im Stile der Online-Lovestorms wurden Komplimente und nette
Sprüche in Form von gedruckten, visitenkartengroßen Kärtchen
– sogenannten „Share Cards“ (siehe Foto anbei) – in Köln, Stuttgart, Würzburg und Mainz verteilt. Die praktische Größe der Karten und Sprüche wie „Du bist goldisch“, „Du hast den schönsten Bobbes“ oder einfach nur „Guude!“, laden ein, die erhaltene „Share Card“ an nette Menschen weiterzugeben. So entsteht im echten Leben ein viraler Effekt. Die 30.000 „Share Cards“ werden aktuell eißig quer durch Deutschland weitergegeben – ein wahrer „Lovestorm“!

Eine weitere Aktion war die „Einladung nach Mainz“, die per se eine herz- liche, gesellige Geste ist. Mit fröhlichen Postkarten sprachen Mainzer- Innen an Bekannte und Freunde die Einladungen aus, diese mal wieder zu besuchen. Motive waren unter anderem „Mit Dir würde ich gern‘ eine Schorle trinken“ oder „Beweg Deinen Bobbes nach Mainz“.

Herzliche Flashmobs

In Köln, Stuttgart und Würzburg wurden zudem herzliche Flashmob- Aktionen durchgeführt.

Vor allem bei der Trans*Pride in Stuttgart stieß das offene Lebensgefühl der MainzerInnen auf Gegenliebe. Die mitgebrachten Demo-Schilder zeigten unter anderem Sprüche wie „In Mainz sind ALLE willkommen“ oder „Ihr seid‘s Beschde“. Die Resonanz war durchweg positiv.

In den anderen Städten sorgten vor allem Schilder mit „Guude Würzburg“ oder „Herzliche Grüße aus Mainz“ immer wieder für ein offenes Aufein- anderzugehen.

Auch persönliche Begrüßungen und Glückwünsche versüßten vielen Menschen ihren Alltag: An den jeweiligen Bahnhöfen wurden ankommenden Menschen zum Beispiel herzlich mit „einem schönen Tag“ begrüßt. Generell wurden mit netten Gesprächen und lieben Komplimen- ten immer neue Bekanntschaften gemacht, sodass gesellige und fröh- liche Momente entstanden.

Die Flashmobs wurden von echten Mainz-Fans, die die Werte Herz- lichkeit, Offenheit und Geselligkeit leben, durchgeführt. Die Reaktionen waren einfach überwältigend, wie ein begleitendes Filmteam festhalten konnte.

Offenheit, Herzlichkeit, Geselligkeit, Bodenständigkeit

Die Werte Herzlichkeit, Offenheit und Geselligkeit werden in Zukunft durch Mainz weiter gefördert – weitere Medien und Aktionen sollen folgen. Die bereits vorhandenen Postkarten und „Share Cards“ zum Ver- teilen und Versenden können angefragt, GIFs in WhatsApp, Facebook und Instagram unter dem Suchbegriff „mainzgefühl“ benutzt werden. Der Hashtag #mainzgefühl füllt sich täglich und umfasst mittlerweile fast 15.000 Beiträge, die auf der Social Wall unter www.mainzgefühl.de be- trachtet werden können.

Jede/r Einzelne kann in Social Media und im „echten Leben“ dazu beitragen, dass wir schon morgen in einer herzlicheren, offeneren Gesellschaft leben. #mainzgefühl