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MAINZ (jk)- Einsätze mit Gefahrstoffen stellen Feuerwehren vor besondere Herausforderungen: Chemische und physikalische Eigenschaften sind unterschiedlich, oft ist unklar, um welchen Stoff oder welches Stoffgemisch es sich handelt und wie es auf andere Stoffe oder auf Menschen wirkt.

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Rund 8.500 verschiedene Gefahrstoffe verzeichnet die Datenbank der gesetzlichen Unfallversicherung. Im Einsatzfall können hier Chemiker:innen mir ihrem Fachwissen wertvolle Hilfe für die Feuerwehr leisten.

Das THW Mainz hat vier ehrenamtliche Helfer:innen, die genau dieses Fachwissen als Chemiker:innen mitbringen. Und so wird das THW seit Anfang 2022 mit dem „Technischen Berater Chemie“ in die Gefahrenabwehr bei manchen Einsätzen der Feuerwehr eingebunden. Die vier Expert:innen sowie ein Fünfter vom THW Worms werden bei größeren Gefahrstoffeinsätzen automatisch alarmiert.Auch abseits von speziellen Gefahrstoffeinsätzen, etwa bei Großbränden, können die technischen Berater:innen bei der Interpretation von Messergebnissen oder der Gefährdungseinschätzung unterstützen. Die Unterstützung durch die Ehrenamtlichen erfolgt je nach Bedarf telefonisch, in der technischen Einsatzleitung oder direkt vor Ort.Das THW in Form eines „Technischen Beraters Chemie“ in die Gefahrenabwehr der Kommune einzubinden, ist in Deutschland bisher einmalig. Hier verschmelzen Katastrophenschutz und Feuerwehr aus lokaler Ebene im Einsatzalltag.„Die Kooperation mit dem THW in Mainz ist die erste ihrer Art – das freut uns besonders. Wir können hier gemeinsam entscheidende Schritte bei Gefahrstoffeinsätzen gehen, die die Arbeit der Feuerwehr besser machen, die eine bessere Lageeinschätzung erlauben und somit auch die Sicherheit der Mitarbeiter:innen steigern. Ich wünschen den Berater:innen des THW und den Kolleg:innen der Berufsfeuerwehr für die Zusammenarbeit alles Gute und viel Erfolg“, so Oberbürgermeister Michael Ebling.Um das Verständnis füreinander zu stärken und die Einsatzmöglichkeiten der Feuerwehr Mainz besser einzuschätzen, finden regelmäßige Fortbildungen der Technischen Berater statt. So können die Fachleute konkrete Hinweise und Tipps für den bestmöglichen Einsatz geben. Das wiederum sorgt für eine noch schnellere und effizientere Hilfe vor Ort.Der erste Einsatz fand bereits Mitte Januar 2022 statt, als in einer Spedition während des Verladens ein Fass mit einer Chemikalie leck schlug. Zu einem zweiten Einsatz kam es im April 2022, als es in einem Mainzer Hotel zu einem Chlorgasaustritt kam. Der dritte Einsatz war zuletzt beim Großbrand in Mombach.

Quelle: Stadtverwaltung Mainz

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