Symbolbild Covid-19
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Mainz/Bingen (sm)- Im Landkreis Mainz-Bingen ist die Lage ernst: Die seit einigen Wochen massiv steigenden Zahlen der Infektionen beschäftigen das Gesundheitsamt täglich mit einer hohen Frequenz an Abstrichen, Nachverfolgungen und dem regelmäßigen Kontakt zu Personen in Isolation oder Quarantäne. In einer ersten Telefonkonferenz hat die sogenannte „TSK Taskforce Corona-Warn- und Aktionsplan Rheinland-Pfalz“ für Mainz-Bingen nun über mögliche Einschränkungen für den Landkreis beraten müssen.

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Das Gremium trat zusammen, nachdem die Zahl der Infizierten pro 100.000 Einwohner am Montag mit 41 zum dritten Mal hintereinander über der Grenze von 35 lag. Für diesen Fall sieht der Warn- und Aktionsplan des Landes die Einrichtung dieser Taskforce vor. Da es im Landkreis mit dem Ausbruch im Seniorenzentrum Sörgenloch einen eng eingrenzbaren Hotspot gibt, will die Runde aber zunächst vorsichtig vorgehen: Den Sörgenlocher Hotspot herausgerechnet, lag der Wert in Mainz-Bingen am Dienstag bei 31. Die Taskforce unter der Leitung des Präsidenten des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung (LSJUV), Detlef Placzek, besteht zudem aus Vertretern des Kreises Mainz-Bingen mit Landrätin Dorothea Schäfer an der Spitze, des Gesundheitsamtes, verschiedener Landesministerien, der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), der Polizei und des Landkreistages.

Entscheidend für das weitere Vorgehen ist, wie sich die nächsten Tage entwickeln. Bleiben die Zahlen auf hohem Niveau oder steigen weiter, etwa durch Sport in den Hallen sowie Feiern im privaten und im öffentlichen Bereich, wird es auch in Mainz-Bingen Einschränkungen geben. Zudem wird das Ergebnis der Gespräche der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin an diesem Mittwoch mit in die Beratungen einbezogen.

(Quelle: Kreisverwaltung Mainz-Bingen)