INGELHEIM (red) – Nach einer alten Tradition wird beim jährlichen Karlsempfang, eine Person geehrt, die sich ehrenamtlich um das Wohlergehen der Stadt und der Bürger verdient gemacht hat.
Diese Person bekam in früherer Zeit einen Wappenteller, seit vier Jahren gibt es den „Kleinen König“, ein Kunstwerk von Carin Grudda. Und in diesem Jahr gab es nun eine weitere Neuerung: nicht eine einzelne Person wurde geehrt, sondern ein Verein. „InRage – das Ingelheimer Bündnis gegen Rassismus und Gewalt“ konnte mit den vielen Engagierten die Stimmen des Ältestenrats für sich gewinnen.
Die Mitglieder sind sowohl in der Flüchtlingsarbeit als auch mit verschiedenen Aktionen wie beispielsweise „Ingelheim zeigt Gesicht“ aktiv. Oberbürgermeister Ralf Claus bezeichnete die Arbeit des Vereins als äusserst wichtig, gerade in der Zeit, in der immer mehr rassistische Gruppierungen und rechtes Gedankengut emporkämen. Demokratie und Toleranz seien nicht vom Himmel gefallen und bedürften ständiger Hinterfragung. Für eine gelungene Stadtgemeinschaft seien Aktionen für Toleranz und kulturelle Vielfalt lebensnotwendig und er sei stolz, so viele Bürger in seiner Mitte zu haben, die sich dafür engagierten.

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Volles Haus beim Karlsempfang in Ingelheim. (Foto: Stadtverwaltung Ingelheim)
Volles Haus beim Karlsempfang in Ingelheim. (Foto: Stadtverwaltung Ingelheim)

In den weiteren Teilen seiner Rede erläuterte Oberbürgermeister Ralf Claus die aktuellen Bauprojekte und spannte den Bogen zur künftigen Eingemeindung der VG Heidesheim, die eine große Eigendynamik entwickelte. Nicht erst zum Stichtag 2019, sondern bereits jetzt wüchsen die Teile zusammen, die Mitarbeiter kooperierten bereits bestens und man denke schon in gemeinsamen Projekten.
Stellvertretend für alle ehrenamtlich Tätigen sieht sich der Vorsitzende von „InRage“ Dieter Engelhard, der überzeugt ist, dass das Engagement aller Freiwilligen in einer Stadt für ein wertschätzendes Miteinander vonnöten sei. Auf das Kunstwerk wurde in diesem Jahr verzichtet, der Verein erhält anstelle dessen einen Scheck für seine weitere Projektarbeit.
Die musikalischen Beiträge wurden von der Jazzsaxofonistin Kerstin Andreas-Haberecht und dem Pianisten Lukas Moriz gestaltet.